Stefan Rühlmann

Bücher und Zeichnungen

Mein blog

Auf dieser Seite werde ich in regelmäßigen Abständen Ausschnitte meiner Bücher, Geschichten oder auch Bilder, wenn sie gerade entstehen, einstellen.

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  • Seemannsgarn - Meine Zeit auf See - Teil 18
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  • Weil die Zeit sich berühren will - Buch 3; Teil 4
  • Seemannsgarn - meine Zeit auf See - Teil 16

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17.03.2017

Weil die Zeit sich berühren will - Buch 3; Teil 3

„Ihr habt es gehört. Gunther, du machst unsere Truppen fertig. Ich möchte, dass alle bereit sind, falls es notwendig werden sollte. Wir werden uns von niemand kontrollieren oder auch nur anfassen lassen. Hannes, ich denke, Ihr wisst, was zu tun ist.“
Ich nickte nur knapp und verließ mit Maria die hölzerne Mauer. Schweigend liefen wir zur Halle, vor der bereits alle anderen versammelt waren. Maria erzählte ihnen kurz, was geschehen war.
„Robert“, begann ich anschließend, „du sattelst fünf Pferde und eines spannst du vor den Wagen. Jolinde, du packst genügend Proviant auf den Wagen, nimm so viel, wie drauf passt. Traude, du bist für die Kinder verantwortlich. Sammle alles zusammen, was wir für die Kinder haben.“
Alle stoben hastig auseinander, ich konnte in den Augen von jedem einzelnen die Angst erkennen, die auch auf mir lastete. Maria und ich holten unsere Truhen mit den Urkunden, unserem restlichen Geld und dem Schmuck, schafften diese ebenfalls auf den Wagen und trugen noch Sachen und Decken zusammen. Keine Stunde später waren wir bereit, das Gut zu verlassen.
„Keine Angst, Maria, alles wird gut werden. Verlass dich darauf.“
„Trotzdem ist es schade. Ich hatte mich an dieses Fleckchen Erde gewöhnt und hätte gedacht, dass wir ewig hierbleiben würden.“
„Ja. Aber am meisten wurmt es mich, dass es ausgerechnet dieser Gunnar ist, dem wir uns kampflos ergeben müssen und der uns unser Zuhause wegnimmt.“
Wir hatten die Kinder alle auf den Wagen gesetzt. Die Truhen und der Proviant lagen unten, darüber hatten wir die Sachen und zum Schluss die Decken gelegt. Ich hoffte inständig, dass uns niemand den Wagen wegnehmen würde. Die wichtigsten Urkunden, die, in denen unsere Ländereien verzeichnet waren, trugen Maria und ich am Körper, auch ein paar Münzen hatte ich mir eingesteckt.
Für den Notfall …
Eckehardt, Gunther und noch zwei Soldaten ritten an der Spitze des Zuges. Anschließend liefen zehn Soldaten, dann der Wagen und am Ende unseres Zuges marschierten die restlichen Soldaten. Maria hatte ich gebeten, sich mit auf den Wagen zu setzen, Robert führte das Pferd. Ich selber ritt direkt neben dem Wagen. Das Tor wurde geöffnet und unser trauriger Zug setzte sich unter dem Gejohle der vor dem Tor wartenden Truppen Gunnars in Bewegung.
Jeder unserer Soldaten hatte seine Hand am Schwertknauf, wie ich beobachten konnte. Hoffentlich würden wir nicht provoziert werden, so dass niemand von uns sein Schwert ziehen bräuchte. Doch genau das, was ich befürchtete, geschah, als der letzte unserer Leute das Tor passiert hatte.

Admin - 19:55 @ Weil die Zeit sich berühren will - Teil 3 | 3 Kommentare

  1. Roland Feix

    04.09.2017

    Hallo,

    Ich wünsche einen guten Abend. Habe mit Spannung Teil eins und zwei gelesen. Gibt es jetzt schon einen Erscheinungstermin? Bin vor über einem jahr auf die Bücher in einem kleinem Burgladen aufmerksam geworden. Habe sie dann fast genauso lange liegen gehabt bis ich anfing zu lesen. . . An einem Wochenende. Ich finde es toll, wie mann sich in die zeit, landschaft und charaktäre hineinversetzen kann.

    Gibt es vielleicht noch eine weitere Leseprobe ?

  2. Stefan Rühlmann

    04.09.2017

    Hallo Roland,

    vielen lieben Dank für die netten Zeilen! Ich denke und hoffe, dass der dritte Teil bis zum Jahresende fertig sein wird, d.h. im Buchhandel erscheinen kann. Fertig geschrieben ist er bereits und nächste Woche geht das Manuskript ins Lektorat.

    Und natürlich noch eine Leseprobe, extra groß!
    Viele Grüße von mir!
    Stefan Rühlmann

  3. Roland Feix

    13.09.2017

    Guten Abend,

    vielen Dank für die 4. Leseprobe.

    Jetzt ist die Spannung noch größer wie es weitergeht… Habe mir nun auch das 3. Buch Timecaching besorgt. Nur zum lesen bin ich nicht gekommen. Dies hat schlichtweg einen Grund.

    Habe vor über 15 Jahre eine Grundidee gehabt die ich nun Stück für Stück umsetze. Hier mal ein kleiner Auszug.. auch wenn er vielleicht nicht jedermanns Sache ist.:

    Es ist strahlender Sonnenschein, es ist windstill der Himmel azurblau. Kleine weiße Wolken ziehen vorüber. Es ist einer der letzten sonnigen Tage im Jahr. Die Blätter der Bäume färben sich langsam gelb. Ab und an verirrt sich ein sanfter Luftzug in den Blättern. Dann hört man ein geheimnisvolles Rascheln. Ein Rascheln genauso wie damals vor 20 Jahren… Er liegt auf einer Decke. Auf einer Lichtung. In der Nähe des Baumes der so schicksalhaft für sein Leben wurde.

    Gerade ist er zurück von einer langen Tour. Einer Tour mit dem Fahrrad um den See. Er hat es genossen. Die schreienden Möwen am Strand. Die Leute die diesen Tag in der Sonne genießen. Die verliebten Pärchen, die Hand in Hand an der Uferpromenade entlang laufen. Die Menschen die Ihm freundlich zulächeln. Die kleinen Kinder die gerade Ihre ersten Schritte machen. Die älteren Pärchen die auf der Bank sitzen immer noch Hand in Hand, verliebt wie am ersten Tag. Lang war er nicht mehr dort. Zu lang. Vieles hat sich verändert. Sehr viel. Und doch war sie da, die alte Vertrautheit, die alten Plätze, der Aussichtsturm, die alten Ruinen, vor allem die alte zusammengefallene Kapelle. Es schien so als wenn gerade die Kapelle keinen Moment gealtert war. Die selbe dunkle mysteriöse Aura. Geheimnisvoll, Dunkel, fast schon bedrohlich…

    Nun liegt er hier, schließt langsam seine Augen, er denkt zurück 20 Jahre zurück. Die Vergangenheit holt Ihn ein. Er hat sie klar vor Augen. Er kann Sie sehen, fast greifen… er lässt sich fallen, er fällt tiefer und tiefer. Er lässt es geschehen. Das erste mal lässt er es zu. Diese ganzen Erinnerungen…

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